Welche Kaufnebenkosten fallen zusätzlich zum Kaufpreis meiner Wunschimmobilie an?

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Der lang ersehnte Moment ist gekommen. Nach ewiger Suche sind Sie fündig geworden.

Das Haus Ihrer Träume befindet sich vor Ihnen direkt auf dem Bildschirm Ihres Computers.

Die Bilder sprechen Bände und sehen super aus, die Lage passt, der Zustand passt, der Preis liegt in Ihrem Budget. Sie kontaktieren daraufhin den zuständigen Makler und vereinbaren einen ersten Besichtigungstermin. Bei diesem führt der Makler Sie durch das Anwesen, erklärt Ihnen alle Details. Der Garten ist gepflegt und auch die Immobilie an sich sieht so aus, als hätte sich jemand regelmäßig mit Herzblut darum gekümmert und immer darauf geachtet, dass alles auf dem neuesten Stand ist.

Die Gespräche verlaufen gut und Sie kommen in die engere Auswahl des potentiellen Käuferkreises.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie sich mit der Finanzierung auseinandersetzen und eine Kalkulation der für Sie entstehenden Kosten machen müssen. Dabei stellt sich für viele Kaufinteressenten folgende Frage:

Welche Kosten zuzüglich zum Kaufpreis kommen noch auf Sie zu?

Hierzu haben wir einen kurzen Überblick gestaltet.

  1. Der Notar (ca. 1,5 – 2 % des Kaufpreises):

Der Notar vermittelt u.a. zwischen der Käufer-/Verkäuferseite und dem Grundbuchamt bzw. Amtsgericht. Hierbei kümmert er sich um Angelegenheiten wie der Auflassungsvormerkung, der Überprüfung des Vorkaufsrechts, der Eigentumsübertragung, etc.

Generell ist es auch so, dass es keine gesetzliche Vorgabe zur Bestimmung eines Notars gibt.

Der Käufer kann den Notar frei bestimmen, jedoch können sich auch beide Parteien auf einen bestimmten Notar einigen.

2. Die Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland zwischen 3,5 – 6,5 % des Kaufpreises):

Hier wird auf Grundlage des Grunderwerbsteuergesetzes der zu zahlende Anteil ermittelt, der bei Kauf eines Grundstückes oder eines Grundstückanteils zu entrichten ist.

Hierbei lässt der Notar dem Finanzamt eine Abschrift des notariell beglaubigten Kaufvertrages zukommen, auf dessen Grundlage dann die Grunderwerbsteuer berechnet und Ihnen in Rechnung gestellt wird.

3. Maklerkosten (Höhe variiert je nach Bundesland / Makler / meist 3,57 % für beide Seiten):

Die Maklerkosten beziehen sich auf die zu zahlende Courtage, im Volksmund auch Maklerprovision genannt. Diese erhält der Makler für die erfolgreiche Vermittlung der Immobilie, welche ihm in Auftrag gegeben wurde zu vermarkten.

Ein kleiner Ausschnitt an Aufgaben um die sich der Makler kümmert sind folgende:

a. Wertermittlung:

Den Verkaufswert unter Berücksichtigung der Objektspezifischen Merkmale

b. Exposé:

Die Erstellung eines professionellen Exposés (Fotos, Beschreibung, etc.)

c. Vermarktung:

Vermarktung im Internet, Schaufenstern, Zeitschriften, etc.

4. Renovierungskosten (optional und individuell):

Renovierungskosten zählen im Gegensatz zu den ersten drei Punkten nicht grundsätzlich zu den Nebenkosten, da selbstverständlich auch Immobilien angeboten werden bei denen es keinen Renovierungsstau gibt. Sie sollten aber im Falle der Notwendigkeit gut kalkuliert sein. Je nach Art und Zustand der Bausubstanz kann auch mal eine Sanierung von Nöten sein, diese erreichen schnell Preise zwischen 400 – 600 € / m².

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserem Überblick zum Thema Nebenkosten beim Immobilienkauf weiterhelfen konnten. Sollten Sie zu einem weiteren Fachgebiet Fragen haben kontaktieren Sie uns gerne jederzeit telefonisch oder per E-Mail.

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